Videodubbing · Schnellstart

Schnellstart Videodubbing

Wenn Sie den Videodubbing-Ablauf in NativeVid zum ersten Mal komplett durchlaufen möchten, führt Sie diese Seite in der tatsächlichen Reihenfolge von den Rohdaten bis zur finalen Ausgabe.

Kurzüberblick

  • Prüfen Sie zuerst Video, Untertitel und Medienordner und wechseln Sie dann in Rollen- und Stimmenkonfiguration.
  • Achten Sie besonders auf Review, Wiederholungen, Synthese und Audio-Bild-Abgleich.
  • Testen Sie zunächst mit einem kurzen Videobeispiel und gehen Sie erst danach in die Batch-Verarbeitung.
Merken Sie sich vor allem diesen Satz: Der Videodubbing-Ablauf in NativeVid lautet „Ressourcenabgleich → Übersetzung / Terminologie → Rollenkonfiguration → Rollenstimmen → Dubbing-Review → Audio-Bild-Abgleich / Videosynthese“. Wenn die Untertitel bereits in der Zielsprache vorliegen, kann die Übersetzung direkt übersprungen werden und der Ablauf wird kürzer.

Vor dem Start sollten Sie Folgendes vorbereiten

  • Einen Ordner mit Video- und Untertiteldateien, idealerweise für denselben Batch in einem gemeinsamen Verzeichnis
  • Möglichst identische Dateinamen für Video und Untertitel, z. B. episode01.mp4 und episode01.srt
  • Gängige Videoformate: .mp4, .mkv, .avi, .mov, .webm
  • Gängige Untertitelformate: .srt, .ass, .vtt
Empfohlene Vorgehensweise: Legen Sie bei Batch-Verarbeitung nur Videos derselben Reihe, desselben Kurses oder desselben Stils in einen Ordner. So werden Rollenkonfiguration und Gesamtverwaltung deutlich einfacher.

Schritt 1: Medienordner auswählen und Zuordnung prüfen

Öffnen Sie die Seite „Videodubbing“ in NativeVid, klicken Sie auf „Ordner auswählen“ und wählen Sie das Verzeichnis mit Video- und Untertiteldateien aus.

  1. Das System scannt automatisch Video- und Untertiteldateien
  2. Die Zuordnung erfolgt anhand der Dateinamen; erfolgreich zugeordnete Paare werden direkt angezeigt
  3. Videos ohne zugeordneten Untertitel können in der Liste manuell mit der passenden Datei verbunden werden
  4. Werden doppelte Dateien erkannt, verschiebt das System diese in den Ordner _duplicates
Typischer Stolperpunkt: Wenn sich Video- und Untertitelnamen zu stark unterscheiden, schlägt die automatische Zuordnung fehl. Am zuverlässigsten ist weiterhin „gleicher Name, andere Dateiendung“.

Nach dem Erstellen der Aufgabe wird der Ausgabeordner automatisch als Unterordner dubbed im aktuellen Verzeichnis angelegt. Eine zusätzliche Konfiguration ist nicht nötig.

Schritt 2: Übersetzungs- und Audiotrack-Optionen festlegen

Bevor Sie die Aufgabe absenden, entscheiden Sie, ob eine Übersetzung erforderlich ist und ob Hintergrundmusik erhalten bleiben soll.

1. Ausgangs- und Zielsprache wählen

Wenn die Untertitel in der Originalsprache vorliegen, wählen Sie die korrekte Ausgangs- und Zielsprache. Diese Informationen werden später für Übersetzung, Stimmenauswahl und Ausgabenamen verwendet.

2. Übersetzung überspringen?

Wenn die hochgeladenen Untertitel bereits in der Zielsprache vorliegen – z. B. englische Untertitel, aus denen Sie nun englisches Dubbing erzeugen möchten – können Sie „Übersetzung überspringen“ aktivieren. Das System nutzt die hochgeladenen Untertitel dann direkt als Dubbing-Text.

Ablaufänderung: Wenn „Übersetzung überspringen“ aktiv ist, führt die Aufgabenerstellung direkt zur „Rollenkonfiguration“. Andernfalls geht der Ablauf zunächst über Terminologie-Review oder die Übersetzungsseite.

3. Terminologie-Review aktivieren?

Wenn im Video Namen, Marken oder Fachbegriffe vorkommen, empfiehlt sich die Terminologie-Review. So können Sie häufige Begriffe vor dem eigentlichen Übersetzungsstart bestätigen und späteren Nachbearbeitungsaufwand reduzieren.

4. Hintergrundmusiktrennung aktivieren?

Wenn Sie zusätzlich zur neuen Sprachspur auch Begleitung, Drums oder Umgebungsatmosphäre aus dem Originalvideo erhalten möchten, können Sie „Hintergrundmusiktrennung“ aktivieren. Danach muss mindestens ein zu erhaltender Track gewählt werden, z. B. Drums, Bass, andere Begleitung, Gitarre oder Klavier.

Wie wählt man stabiler? Für Erklärvideos, Kurse und Interviews reicht häufig zuerst „andere Begleitung“ oder ein leichter Hintergrundton. Wenn das Original einen sehr starken Rhythmus hat, können zusätzlich Drums oder Bass sinnvoll sein. Beim ersten Test ist es besser, weniger Spuren auszuwählen und zuerst die Sprachverständlichkeit zu prüfen.
Hinweis zur Fehlerbehebung: Wenn das Absenden der Aufgabe blockiert ist, prüfen Sie zuerst, ob mindestens ein zu erhaltender Track markiert wurde. Wenn die Hintergrundmusik nach der Synthese zu dominant ist und die Stimme überdeckt, deaktivieren Sie die Musiktrennung für einen erneuten Lauf oder reduzieren Sie die ausgewählten Tracktypen.

Schritt 3: Rollen erstellen und Untertitel zuweisen

Wenn die Aufgabe in die „Rollenkonfiguration“ wechselt, sollten Sie zuerst die Sprecherstruktur klären und nicht sofort Stimmen auswählen.

  1. Erstellen Sie in der Rollenbibliothek links neue Rollen, z. B. „Voice-over“, „Moderator“ oder „Gast A“
  2. Geben Sie jeder Rolle eine Farbe, damit sie in der Untertitelliste leichter erkennbar ist
  3. Klicken Sie auf Untertitelzeilen und weisen Sie Rollen zu; unterstützt werden Einzelauswahl und fortlaufende Markierung per Drag-and-Drop
  4. Häufig verwendete Rollen können per Tastenkürzel schneller zugewiesen werden
  5. Für klar zusammengehörige, noch nicht markierte Zeilen können Sie „Alle unmarkierten zuweisen“ nutzen
Voraussetzung für den nächsten Schritt: Alle Untertitelzeilen der aktuellen Aufgabe müssen einer Rolle zugeordnet sein, sonst fehlen später Rollen auf der Dubbing-Seite oder der Ablauf kann nicht sauber fortgesetzt werden.

Schritt 4: Für jede Rolle eine Stimme wählen und Dubbing starten

Auf der Seite „Rollenstimmen“ werden nur Rollen angezeigt, denen bereits Untertitel zugewiesen wurden.

  1. Klicken Sie links auf eine Rolle, um die verfügbaren Stimmen in der aktuellen Zielsprache zu sehen
  2. Grenzen Sie die Auswahl mit Suchfeld, Geschlechtsfilter und Altersfilter ein
  3. Hören Sie geeignete Stimmen probe und prüfen Sie, ob Stil und Klang zum Inhalt passen
  4. Speichern Sie die Konfiguration, nachdem allen Rollen eine Stimme zugewiesen wurde
  5. Klicken Sie auf „Dubbing starten“; das System erzeugt anschließend die Sprachspuren zeilenweise im Batch
Wenn die Vorschau fehlschlägt: Das hängt meist mit Einschränkungen im Netzwerkzugang des aktuellen TTS-Dienstes oder mit der Dienstverfügbarkeit zusammen. Sie können die Stimme trotzdem direkt auswählen und fortfahren. Ob die Batch-Erzeugung tatsächlich erfolgreich ist, zeigt die Review-Seite.

Schritt 5: Auffällige Zeilen in der Dubbing-Review bearbeiten

In der „Dubbing-Review“ sehen Sie gleichzeitig Fortschritt auf Dateiebene und Status auf Zeilenebene.

  1. Prüfen Sie Dubbing-Fortschritt, Abschlusszahl und Fehlerstatus pro Videodatei
  2. Nutzen Sie die Vorschau pro Zeile, um zu kontrollieren, ob die Audioausgabe natürlich klingt
  3. Wenn eine Zeile zeitlich unpassend ist oder unnatürlich wirkt, bearbeiten Sie direkt den übersetzten Text
  4. Klicken Sie auf „Neu erzeugen“, um nur diese eine Zeile neu zu erstellen, ohne den gesamten Abschnitt zu wiederholen
  5. Bei Fehlern können Sie „Fehlgeschlagene Einträge gesammelt wiederholen“ verwenden
Besonders sorgfältig prüfen: Eröffnungszeilen, Eigennamen, lange Sätze, emotional stark wechselnde Passagen und Stellen mit häufigen Sprecherwechseln.

Schritt 6: Video synthetisieren und Endergebnis prüfen

Wenn das Dubbing aller Dateien abgeschlossen ist, können Sie mit „Video synthetisieren“ fortfahren.

  1. Klicken Sie auf der Review-Seite auf „Video synthetisieren“
  2. Warten Sie, bis das System anhand von Untertitel-Zeitachse, Audio-Länge und erhaltenen Tracks den Audio-Bild-Abgleich ausführt
  3. Öffnen Sie „Videovorschau“, um die fertig synthetisierten Dateien anzusehen
  4. Prüfen Sie dort Untertitelschalter, Wiedergabegeschwindigkeit und Untertitelposition
  5. Wenn alles passt, öffnen Sie den Ausgabeordner und entnehmen Sie die fertigen Videos und Untertiteldateien
Was macht der Audio-Bild-Abgleich? NativeVid versucht, die neue Sprachspur so weit wie möglich am ursprünglichen Bildrhythmus auszurichten. Falls nötig, werden Untertitel-Zeitachse und Segmentlängen gemeinsam zur Synchronisierung genutzt, um deutliche Asynchronität zu reduzieren.
Prüfempfehlung: Kontrollieren Sie nach der Synthese besonders die ersten Zeilen, lange Sätze, Abschnitte mit stark wechselnder Sprechgeschwindigkeit und Stellen mit Sprecherwechseln. Wenn dort Rhythmus oder Hörgefühl unnatürlich wirken, gehen Sie zuerst zur Review-Seite zurück und erzeugen die betreffenden Zeilen neu.

Die Ausgabe liegt standardmäßig im Ordner dubbed innerhalb des ursprünglichen Medienordners. Typische Dateinamen sind Originalvideo.Zielsprachcode.mp4 und Originaluntertitel.Zielsprachcode.srt.

Möchten Sie das Ergebnis weiter optimieren?

Wenn Sie den ersten vollständigen Lauf bereits abgeschlossen haben, lesen Sie als Nächstes am besten die häufigen Fragen. Dort geht es insbesondere um fehlgeschlagene Vorschauen, fehlende Rollen, Wiederholungen sowie Audio-Bild-Abgleich und Videosynthese.

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